News

Frauenfelder Woche: 5 Fragen - 5 Antworten

Schloss Frauenfeld mit dem Postgebäude (links) und dem Rathaus (rechts), copyright by Odonata (Own work) [Creative Commons CC-BY-SA-2.5-ch]. Quelle: wikipedia.org

Im Hin­blick auf die Gemein­de­rats­wah­len 2019 hat die Frau­en­fel­der Woche fünf Fra­gen gestellt. Eine gute Gele­gen­heit, unsere Stand­punkte zu wich­ti­gen The­men zu ver­deut­li­chen.

Wo besteht in Frau­en­feld gros­ser Hand­lungs­be­darf?

In Frau­en­feld läuft vie­les sehr gut. Wir ver­fü­gen über gut funk­tio­nie­rende Insti­tu­tio­nen und enga­gierte Ein­woh­ner. Gros­ser Hand­lungs­be­darf besteht im Bereich der Innen­stadt. Sie soll wei­ter belebt, ent­las­tet und gestal­tet wer­den. Nach jahr­zehn­te­lan­gem Still­stand müs­sen dafür, unter Berück­sich­ti­gung des Mobi­li­täts­kon­zep­tes 2030, nach­hal­tige Lösun­gen für alle Ver­kehrs­teil­neh­men­den auf­ge­gleist wer­den. Was hier nicht ziel­füh­rend ist, sind ein­sei­tige Blo­cka­den, ohne Alter­na­ti­ven zu bie­ten.

Wo gibt die Stadt Ihrer Ansicht nach zu viel Geld aus? 

Die Stadt geht grund­sätz­lich umsich­tig mit den Finan­zen um. Bei der Stadt­ent­wick­lung und Stand­ort­för­de­rung, wo trotz gros­sem Auf­wand wenig Aus­wir­kun­gen sicht­bar sind, müs­sen Bud­get und Aus­rich­tung hin­ter­fragt wer­den. Mit dem Casino, der Fest­halle Rüe­ger­holz und der Kon­vikt­halle ver­fügt die Stadt über Mehr­zweck­säle, die hohe Kos­ten ver­ur­sa­chen. Hier sind eine klare Stra­te­gie und ggf. Fokus­sie­rung gefor­dert.  Auch Aus­ga­ben für externe Bera­ter sind kri­tisch zu hin­ter­fra­gen.

Was soll mit der Stadt­ka­serne nach der Über­nahme durch die Stadt gesche­hen?

Das Areal prägt das Stadt­bild und soll der Öffent­lich­keit zur Ver­fü­gung ste­hen. Das Kaser­nen­areal soll die Innen­stadt inspi­rie­ren und bele­ben. Dabei ist eine gemischte Nut­zung mit Gewerbe, Büros, Kul­tur, Gas­tro­no­mie, Hotel­le­rie etc. anzu­stre­ben, wobei die Qua­li­tät der Ange­bote wich­ti­ger ist als die Ren­dite. Unter dem Strich muss der Betrieb durch Ein­nah­men von Mie­tern und Päch­tern für die Stadt mehr­heit­lich kos­ten­de­ckend sein. Das beste­hende Kon­zept „All Day Long“ soll wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.

Wie stel­len Sie sich zur geplan­ten Ver­kehrs­ent­las­tung der Innen­stadt via Tun­nel zwi­schen Schwei­zer­hof­krei­sel und St. Gallerstrasse/Holdertor?

Um die Umset­zung der Mobi­li­tät 2030 zu errei­chen, ist es zwin­gend nötig, die Innen­stadt zuguns­ten des ÖV und des Lang­sam­ver­kehrs zu ent­las­ten. Dies ist rea­lis­ti­scher­weise erst dann mög­lich, wenn mit dem Tun­nel eine Alter­na­tive für Autos und LKWs zur Ver­fü­gung steht. Die Kno­ten­punkte nur mit flan­kie­ren­den Mass­nah­men ein­zu­schrän­ken hat zur Folge, dass eine Ver­la­ge­rung des moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehrs in Quar­tiere statt­fin­det, was vor allem der Wohn­qua­li­tät und dem Lang­sam­ver­kehr scha­det.

Wo wol­len Sie die Schwer­punkte set­zen in den nächs­ten vier Jah­ren?

Zusätz­lich zu den obi­gen Punk­ten:
- Öko­lo­gisch und öko­no­misch nach­hal­tige Posi­tio­nie­rung der Werk­be­triebe im vola­ti­len Markt­um­feld.
- Kli­ma­freund­li­che Ener­gie­po­li­tik, die Spa­ren for­dert und erneu­er­bare Ener­gien för­dert.
- Lösun­gen für eine alternde Gesell­schaft. Enga­ge­ment für Fami­lien und den Zusam­men­halt aller Gene­ra­tio­nen und Bevöl­ke­rungs­schich­ten
- Eine soli­da­ri­sche und befä­hi­gende Sozi­al­po­li­tik.
- So wenig Steu­ern wie mög­lich, aber so viele wie nötig, um das Leis­tungs­ni­veau zu hal­ten.

 

Der Text wird am 13. März 2019 in der Frau­en­fel­der Woche abge­druckt.

 

Links